§ 1 Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter ist Venezia Sales Solution, Einzelunternehmen, Inhaber Mario Venezia, Marktstraße 4, 75365 Calw („Anbieter“). Diese AGB gelten für die Nutzung von Sales Arena – PitchHero als web- oder appbasierte, KI-gestützte Trainingsplattform sowie für die tatsächlich freigeschalteten Konten, Lizenzen und Funktionen.
Nutzer können Verbraucher im Sinne des § 13 BGB oder Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sein. Abweichende Bedingungen von Unternehmern gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Produkt und Leistungsgegenstand
Sales Arena ermöglicht die Simulation und das Training von Verkaufsgesprächen mit KI-generierten Gesprächspartnern. Zum geplanten Start stehen insbesondere KI-Kundengespräche, Pitch- und Einwandtraining, Verkaufssimulationen, Feedback, Auswertung, Punkte sowie eine Trainingshistorie im Fokus. Weitere Team-, Rollen-, Dashboard-, Ranglisten-, Upload- oder Exportfunktionen können später und abhängig vom jeweiligen Tarif bereitgestellt werden.
Maßgeblich sind die bei Vertragsschluss angezeigte Leistungsbeschreibung und der gebuchte Tarif. Trainingsprofile sind fiktiv. KI-Ausgaben und Scores sind simulations- und modellbasierte Trainingshilfen; ein bestimmter Lern-, Verkaufs-, Umsatz- oder Karriererfolg ist nicht geschuldet.
§ 3 Early Access und unverbindliche Anfragen
Die Eintragung in eine Interessenten- oder Early-Access-Liste informiert über Produktinformationen und den geplanten Start. Ob und zu welchen Bedingungen ein Early Access angeboten wird, ist noch nicht festgelegt. Die Eintragung verschafft keinen Anspruch auf Freischaltung, einen bestimmten Preis, bestimmte Funktionen oder einen Starttermin. Ein entgeltlicher Vertrag entsteht erst durch einen gesonderten, eindeutig als kostenpflichtig erkennbaren Bestell- oder Annahmevorgang.
§ 4 Registrierung und Vertragsschluss
Für die Plattformnutzung kann ein Konto erforderlich sein. Angaben müssen vollständig und wahrheitsgemäß sein. Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter eine Bestellung annimmt, ein Konto im Rahmen eines entgeltlichen Tarifs freischaltet oder ein individuelles Angebot beiderseits bestätigt wird.
Verbraucher erhalten vor Abgabe einer kostenpflichtigen Bestellung die gesetzlich erforderlichen Informationen, Gesamtpreise, Laufzeit, Kündigungsbedingungen und eine eindeutig beschriftete Bestellschaltfläche. Vertragstext und Bestelldaten werden im gesetzlich erforderlichen Umfang zur Verfügung gestellt.
§ 5 Konten, Zugangsdaten und Berechtigungen
Konten sind personenbezogen und dürfen nur im vertraglich vorgesehenen Umfang genutzt werden. Zugangsdaten sind geheim zu halten; Mehrfachnutzung, Weitergabe oder Umgehung von Nutzer- und Lizenzgrenzen ist unzulässig. Sicherheitsvorfälle und unberechtigte Zugriffe sind unverzüglich anzuzeigen.
Unternehmenskunden benennen Administratoren. Diese können Nutzer einladen, Rollen vergeben, Trainings zuweisen und – abhängig vom Tarif – Ergebnisse einsehen. Der Unternehmenskunde ist für rechtmäßige Berechtigungen, arbeits- und datenschutzrechtliche Information, Mitbestimmung und die Entfernung ausgeschiedener Nutzer verantwortlich.
§ 6 Preise, Abrechnung und Zahlung
Preise, Abrechnungszeitraum, enthaltene Nutzerplätze, Nutzungskontingente und Zahlungsbedingungen ergeben sich aus dem jeweils gebuchten Tarif oder individuellen Angebot. Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich gesetzlicher Umsatzsteuer ausgewiesen; gegenüber Unternehmern können Preise eindeutig als netto zuzüglich Umsatzsteuer gekennzeichnet werden.
Bei wiederkehrender Abrechnung wird vor Vertragsschluss über Laufzeit, Verlängerung und Kündigung informiert. Eine automatische Verlängerung erfolgt nur im gesetzlich zulässigen und transparent vereinbarten Umfang. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften. Eine Sperrung setzt eine angemessene vorherige Ankündigung voraus, soweit sie nicht aus Sicherheitsgründen sofort erforderlich ist.
§ 7 Vertragslaufzeit und Kündigung
Laufzeit und ordentliche Kündigungsfrist richten sich nach Tarif oder Angebot. Ist keine Mindestlaufzeit vereinbart, ist ein laufender Vertrag zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums kündbar. Zwingende gesetzliche Kündigungsrechte, das Recht zur außerordentlichen Kündigung und bei Verbraucherverträgen die jeweils geltenden Vorgaben zur Vertragsverlängerung bleiben unberührt.
Kündigungen sind mindestens in Textform möglich. Soweit gesetzlich ein Kündigungsbutton erforderlich ist, wird dieser bereitgestellt. Nach Vertragsende wird der Zugang beendet; Export-, Rückgabe- und Löschmöglichkeiten richten sich nach Tarif, Datenschutzvereinbarung und gesetzlichen Pflichten.
§ 8 Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen
Der Anbieter schuldet die im Tarif vereinbarte Bereitstellung, nicht jedoch eine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, sofern keine konkrete Servicevereinbarung besteht. Wartung, Sicherheitsupdates, Störungen von Netzen oder Drittanbietern sowie Ereignisse außerhalb des Einflussbereichs können die Nutzung vorübergehend beeinträchtigen.
Notwendige Änderungen zur Sicherheit, Rechtskonformität, Interoperabilität oder Weiterentwicklung dürfen vorgenommen werden, sofern die vertragliche Hauptleistung erhalten bleibt. Bei Verbraucherverträgen über digitale Produkte gelten insbesondere die gesetzlichen Anforderungen an Aktualisierungen und Änderungen nach §§ 327 ff. BGB. Wesentliche nachteilige Änderungen werden rechtzeitig mitgeteilt; gesetzliche Abhilfe- und Beendigungsrechte bleiben unberührt.
§ 9 Pflichten und verbotene Nutzung
Nutzer dürfen die Plattform nur rechtmäßig und für Trainingszwecke verwenden. Untersagt sind insbesondere:
- Eingabe realer Kundendaten, besonderer Kategorien personenbezogener Daten, Zahlungs- oder Ausweisdaten, wenn dies nicht ausdrücklich erforderlich und vertraglich freigegeben ist;
- rechtswidrige, diskriminierende, beleidigende, bedrohende oder manipulative Inhalte;
- Überwachung oder verdeckte Leistungs- und Verhaltenskontrolle von Beschäftigten;
- automatisierte Massenzugriffe, Scraping, Reverse Engineering, Umgehung technischer Grenzen, Weiterverkauf oder unbefugte öffentliche Bereitstellung;
- Nutzung der KI-Ausgabe als alleinige Grundlage rechtlich oder wirtschaftlich erheblicher Entscheidungen über Personen;
- Versuche, Systemprompts, Sicherheitsmaßnahmen, Mandantentrennung oder Daten anderer Nutzer offenzulegen oder zu umgehen.
§ 10 Inhalte und Rechte
Software, Oberfläche, Marke, Trainingslogik, Szenarien, Vorlagen, KI-Konfigurationen und bereitgestellte Inhalte verbleiben beim Anbieter oder jeweiligen Rechteinhaber. Für die Vertragsdauer erhält der Nutzer ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur vertragsgemäßen Nutzung.
An eigenen Eingaben behält der Nutzer seine Rechte. Er räumt dem Anbieter die für Bereitstellung, Verarbeitung, Sicherung und Ausgabe technisch erforderlichen Rechte für die Vertragsdauer ein. Eine Nutzung personenbezogener Trainingsinhalte zum allgemeinen Modelltraining erfolgt nur, wenn sie ausdrücklich und transparent vereinbart sowie datenschutzrechtlich zulässig ist.
§ 11 KI-Funktionen und menschliche Prüfung
Nutzer werden darüber informiert, dass sie mit einem KI-System interagieren. KI-Ausgaben können unzutreffend, unvollständig, verzerrt oder ungeeignet sein. Nutzer müssen Ergebnisse eigenverantwortlich prüfen und dürfen sie nicht als Rechts-, Steuer-, Medizin-, Finanz-, Personal- oder sonstige Fachberatung behandeln.
Weitere Regeln enthält die Seite KI-Hinweise. Der Anbieter schuldet eine vertragsgemäße technische Funktion, nicht die Fehlerfreiheit probabilistischer Modellausgaben.
§ 12 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Es gelten die Datenschutzerklärung und bei Verarbeitung im Auftrag eines Unternehmenskunden der Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Unternehmenskunden sind für Rechtsgrundlage, Information ihrer Nutzer, Weisungen, Berechtigungskonzept und erforderliche Beteiligung von Arbeitnehmervertretungen verantwortlich.
§ 13 Support und Mitwirkung
Supportumfang und Reaktionszeiten richten sich nach Tarif oder Angebot. Nutzer müssen erforderliche Informationen bereitstellen, aktuelle unterstützte Systeme verwenden, Updates einspielen und zumutbare Sicherungs- sowie Fehlerdiagnoseschritte unterstützen.
§ 14 Gewährleistung bei Verbrauchern
Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Vorschriften über digitale Produkte, insbesondere §§ 327 ff. BGB. Der Anbieter stellt erforderliche Aktualisierungen bereit und informiert hierüber im gesetzlich geschuldeten Zeitraum. Rechte auf Nacherfüllung, Preisminderung, Vertragsbeendigung und Schadensersatz werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.
§ 15 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, wegen Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz, bei ausdrücklich übernommenen Garantien sowie in sonstigen zwingenden gesetzlichen Fällen.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Zwingende Verbraucherrechte bleiben unberührt.
Für einen konkreten Vertriebs-, Lern-, Umsatz- oder Abschlussfolg wird nicht gehaftet. Weitere Hinweise enthält die Seite Nutzungs- und Haftungshinweise.
§ 16 Sperrung und außerordentliche Beendigung
Bei erheblichen oder wiederholten Verstößen, Sicherheitsgefahren, missbräuchlicher Nutzung oder Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Abmahnung angemessen beschränken. Eine sofortige Sperrung ist zulässig, wenn sie zur Abwehr konkreter Gefahren erforderlich ist. Interessen des Nutzers und Schwere des Verstoßes werden berücksichtigt.
§ 17 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Vorschriften ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaates entzogen wird.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit gesetzlich zulässig – Gerichtsstand Calw. Gesetzliche Verbrauchergerichtsstände bleiben unberührt.
Unwirksame Bestimmungen berühren die Wirksamkeit der übrigen Regelungen nicht; an ihre Stelle treten die gesetzlichen Vorschriften.
